Thought before Action

Seit einigen Jahren gibt es eine Kampagne für “Wahre Schönheit”, die viele sicherlich aus Fernseh- und Plakatwerbung kennen. Ich fand das schon immer eine gute Idee, weil viele Bilder, die man so in den Hochglanzmagazinen sieht, doch sehr übertrieben retuschiert sind. Jetzt hat Dove eine lustige Aktion gestartet und hat eine Photoshop Aktion in gängigen Portalen hochgeladen, die vorgibt, die Haut mit einem Glanz zu versehen. Wird diese Aktion aber ausgeführt setzt sie das Bild auf den Ausgangszustand zurück und fordert dazu auf, doch noch einmal über die Änderungen nachzudenken. ;)


via crackajack

Nature Takes Back

Hier war es jetzt sehr lange ruhig, das hat nichts damit zu tun, dass ich die Lust an der Fotografie verloren habe, aber es war zeitlich einfach ziemlich knapp. Jetzt geht es auf die Klausuren zu und da hat man ja bekanntlich sehr viel mehr Zeit. Also wird es sehr bald auch wieder mehr zu lesen geben, vor allem für Anfänger.

Aber ganz untätig war ich in letzter Zeit nicht, vor ein paar Wochen habe ich eine Freundin besucht und ihr dabei geholfen, ein kurzes Stop-Motion Video zu erstellen. Das war eine ziemlich coole Erfahrung und ich werde das wohl in Zukunft öfter mal machen. Von welchen Motiven, weiß ich noch nicht genau, aber da fällt mir sicherlich was ein. Wenn ich mit der Technik etwas vertrauter bin, werde ich hier auch ein wenig dazu schreiben. Vorab kann ich nur sagen, dass man für FullHD Videos besser oben und unten etwas Platz lässt bei den Fotos, sonst kommt das mit dem Seitenverhältnis nicht hin ;)

So, nun aber genug gelabert, hier ist das Video:

Die Musik kommt von der “Göttinger” Band Nindriel (eigentlich wohnen nicht mehr viele in Göttingen) und ich finde sie passt ganz prima zu dem Video. Wer mehr von der Band hören will, sollte mal die Webseite besuchen!

 

Linksammlung #14

 

Linksammlung #13

Dan Winters Portrait von Tom Hanks nachgebaut

Es gibt ein richtig gutes Portrait, das Dan Winters von Tom Hanks gemacht hat. Leider darf ich dieses urheberrechtlich geschützte Werk nach deutschem Recht nicht zeigen, weshalb ich auf eine andere Quelle verlinke, wo das Bild zu sehen ist! Jetzt hat Aaron Nace ein sehr interessantes Video gemacht, in der er das Licht analysiert, nachstellt und den Bildlook in Photoshop nachbaut. Ich finde immer, dass es eine tolle Übung ist, Fotos nachzustellen, die einem sehr gut gefallen. Das daraus gelernte kann man dann in zukünftigen Shootings sehr gut einsetzen!

380 Dan Winters from Phlearn on Vimeo.

Bildvorstellung “fire in the hole”

Heute möchte ich euch ein Bild vorstellen, das letzte Woche gemeinsam mit einigen Mitglieder der FotoAG entstanden ist. Es ist mal wieder ein Lightpainting und nachdem ich es hochgeladen habe, wurde ich mehrfach gefragt, wie denn dieses Feuer entstanden ist. Damit ich einfach diesen Link hier rumschicken kann, schreibe ich diesen Artikel ;)

“fire in the hole” (Klick macht groß)

Vorbereitungen/Einstellungen

Wie für jedes Lightpainting braucht man ein stabiles Stativ und im Idealfall einen Fernauslöser, damit die Kamera beim Auslösen nicht verwackelt. Das Bild hier hat keine allzu lange Belichtungszeit, sondern ist bei 2 Sekunden entstanden, sonst waren es einfach zu viele Funken auf dem Bild. Sonstige Einstellungen waren ISO100 und Blende 14. Der Fokus sollte beim Lightpainting immer manuell eingestellt werden und ich habe mir eine Markierung auf dem Boden gesucht, damit ich das nicht für jeden Versuch neu machen muss.

Funken erzeugen

Die sprühenden Funken werden durch glühende Stahlwolle erzeugt. Stahlwolle gibt es in jedem Baumarkt und wird eigentlich zum Schmirgeln von Holz und anderen Oberflächen verwendet. Wichtig ist hier, dass man “mittel-feine” Stahlwolle kauft, weil die Fäden sonst zu dick sind, um sich entzünden zu lassen oder so dünn, dass der Spaß sehr schnell vorbei ist. Die Stärke der Stahlwolle wird von 000, 00, …, 5 angegeben und ich benutze die Stärke 0 von der Firma RAKSO und die hat mich im Baumarkt mal wenige Euro gekostet.

Von dieser Stahlwolle reiße ich ein wenig ab und spieße das mehrmals auf ein Stück Draht, mit dem man eigentlich Blumen fixiert, den ich meinen Eltern aus dem Keller geklaut habe. Diesen Draht kann man nach dem Entzünden einfach im Kreis drehen und die Funken fliegen. Die genaue Dosierung erfordert ein bisschen Übung, probiert das einfach mal aus, so eine Packung Stahlwolle ist ja nicht teuer und hält sehr lange.

Anzünden mit einem Feuerzeug kann schnell zum Verbrennen der Finger führen, deshalb empfehle ich eine 9 Volt Blockbatterie. Wenn man die an die Stahlwolle hält, entsteht ein Kurzschluss und die Stahlwolle entzündet sich. Das ist sehr viel einfacher.

Sicherheit

Ihr habt vor, mit glühendem Metall um euch zu werfen, da muss man ein paar Dinge beachten:

  • Achtet darauf, dass kein brennbares Material in der Nähe liegt (trockenes Gras, Laub, …)
  • Tragt lange Kleidung und vor allem eine Kapuze. Sobald ihr das Zeug in die Haare kriegt, fangen die an zu schmoren!
  • Haltet Abstand zu eurer Kamera, die Eisenspäne brennen sich in die Beschichtung eurer Frontlinse.

Man könnte diese Liste sehr lang fortführen, aber ich traue euch einfach genug gesunden Menschenverstand zu, hiermit keine Großbrände zu legen. Lediglich möchte ich noch sagen, dass ihr je nach Location eine Erlaubnis dafür braucht, so etwas zu machen. Also fragt vorher nach, dann kriegt ihr auch keinen Ärger.

E-TTL Funkauslöser YN-622C

Die Firma Yongnuo ist in erster Linie bekannt für ihre günstigen manuellen Blitze. Diese bestechen durch den günstigen Preis und die gleichzeitig sehr gute Verarbeitung. Ich benutze zwei dieser Blitze und bin sehr zufrieden damit. Daher war ich ziemlich begeistert, als ich gesehen habe, dass Yongnuo nun auch einen E-TTL Funkauslöser im Programm hat. Letzte Woche sind sie aus China bei mir angekommen und da es noch nicht wirklich deutschsprachige Berichte dazu gibt, wollte ich mal meine Meinung zu den Teilen niederschreiben. Momentan gibt es den Auslöser nur für Canon, die Nikon Version soll aber auch noch kommen. Aber ganz ehrlich, wer braucht das schon.

Funktionsweise

Die Auslöser übertragen das E-TTL Signal von Canon Kameras zum Blitz und ermöglicht somit über eine Funkstrecke den gleichen Bedienkomfort des Blitzes, als steckte er direkt auf der Kamera. Hierbei ist es dann nützlich, eine Kamera zu haben, bei der man im Menü den externen Blitz steuern kann, dann muss man den Blitz nur anschalten und danach braucht man ihn nicht mehr anfassen. Die Funkauslöser unterstützen den kompletten Funktionsumfang des Canon E-TTL Systems, insbesondere kann man auch die Verhältnisse zwischen zwei Gruppen (“Ratio”) einstellen. Dies unterscheidet den Auslöser zum Beispiel von den Pixel Kings, die das nicht können.

 

Besonderheiten

AA-Akkus

Extrem praktisch finde ich, dass die Auslöser mit AA-Akkus versorgt werden. Die habe ich sowieso für die Blitze im Rucksack, so dass hier keine Probleme entstehen. Viele Auslöser werden leider mit CR2 oder C123 Batterien versorgt, die man dann immer noch zusätzlich mit herumtragen muss.

E-TTL Passthrough

Oben auf dem Auslöser ist ein vollwertiger TTL-Blitzschuh, der auch auf der Kamera funktioniert. Man kann also zusätzlich zum Auslöser auch noch einen Blitz auf die Kamera stecken, das ist extrem nützlich zum Aufhellen.

Supersync

Ich habe vorher in der Produktbeschreibung gelesen, dass der Auslöser über die PC-Buchse an Studioblitze angeschlossen werden kann. Bis hierhin ist das nicht besonderes, das kann fast jeder Auslöser. Aber dann stand da noch etwas von “Supersync”, einer Methode mit der es mit Studioblitzen möglich sein soll, bis zu 1/8000s zu synchronisieren. Also HSS mit Studioblitzen sozusagen. Da ich keine Ahnung hatte, wie das überhaupt funktionieren soll, war ich da sehr skeptisch. Aber was soll ich sagen, ES FUNKTIONIERT. Ich werde versuchen, herauszufinden, wie das geht und es hier erklären, bis jetzt ist das für mich Magie ;) Die Ergebnisse sollen wohl sehr unterschiedliche sein, je nachdem welchen Blitz man benutzt, also werde ich in Zukunft die Auslöser an jeden Blitz basteln, der mir in die Finger kommt und das testen.

Fazit

Bis jetzt bin ich unglaublich begeistert von den Teilen und freue mich auf den ersten Outdoor-Einsatz. Ich kann den Blitz mit Softbox auf ein Stativ stellen und dann ganz bequem an der Kamera den Blitz regeln. Endlich ist dieses ständige herumgerenne vorbei und meine Freundin, die mir letztens auf zwei Hochzeiten assistiert hat wird sich auch freuen ;)

Bilder aus dem Karwendelgebirge

Ich habe angefangen, einen Reisebericht unserer Wanderung durch das Karwendelgebirge zu schreiben. Aber da ich nicht weiß, wann ich genügend Zeit habe, den fertig zu schreiben will ich vorab schonmal die Bilder zeigen. Ein wunderschönes Stück Natur und ab einer gewissen Höhe auch schön ruhig.

Palaronda SoftTrek

Momentan bin ich dabei, eine Wanderung quer durch das Karwendelgebirge vorzubereiten. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich gar nichts über die letztjährige Wanderung in der Palagruppe der Dolomiten geschrieben habe. Das möchte ich nun hier nachholen. Der Name Palaronda SoftTrek ist nicht auf meinen Mist gewachsen, sondern kommt vom Tourismusbüro des schönen Ortes San Martin di Castrozza. Es gibt auch eine Webseite zu dieser Wandertour. Nun aber zu einem Tourbericht und ein paar Bildern.

Tag 1

Am ersten Tag geht es vom Ort die Skipiste aufwärts bis zur Seilbahnstation, die Wege sind steil aber gut befestigt, so dass es hier keinerlei Probleme geben sollte. Ab der Zwischenstation der Seilbahn geht es in teils sehr engen Schleifen weiter aufwärts. Es muss ein Geröllfeld überquert werden und danach geht es die Steilwand entlang. Der Weg hier ist schmal, so dass mit Gepäck für ein paar Tage schon eine gewisse Trittsicherheit nötig ist. Sicherungen gibt es hier nämlich keine. Diesen Teil des Weges fand ich dank leichter Höhenangst ein wenig anstrengend, aber wenn man oben ist, wird man dafür mit einem grandiosen Blick belohnt.

Hinter sich den Abgrund, hat man außerdem einen schier endlosen Blick über das Altopiano genannte Hochplateu, das Ziel der morgigen Wanderung sein wird. Erfreulicherweise sieht man nun auch die nur wenige hundert Meter Hütte (Rifugio Rosetta). ;)

Tag 2

Die heutige Tour sieht vor, das Altopiano zu überqueren und zur Pradidali Hütte zu gelangen. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, der Sonnenaufgang war einfach atemberaubend. Meine Freundin brauchte etwas länger und hat das beste verpasst ;)

Nach dem Frühstück haben wir erst noch einen Abstecher auf den Gipfel des Cima di Rosetta gemacht, und nachdem wir sie Rucksäcke von der Hütte geholt hatten ging es weiter über das Altopiano. Die Strecke ist einfach, aber sehr schön: Schroffe Felsen, soweit das Auge reicht.

Nach einiger Zeit gabelt sich der Weg, und man kann einen Abstecher zum Cima di Fradustra machen, einem Gletcher am Rande der Hochebene. Da wir aber zuvor getrödelt hatten, haben wir diesen Teil ausgelassen und sind in Richtung Hütte gezogen. Leider haben wir hier den Weg verloren, wodurch wir eine ziemlich unangenehme Rutschpartie über ein steiles Geröllfeld hatten. Unten angekommen wurden wir dann allerdings mit einer wunderschönen Hütte und unglaublich freundlichem Personal belohnt, und nachdem sich der Adrenalinpegel etwas gesenkt hatte, schmeckte das Bier dann noch viel besser. Die Hütte steht direkt an einem Abhang auf dem Fels und der Blick ins Canali-Tal ist wirklich sehenswert.

Tag 3

Nach einem ordentlichen Abstieg gelangt man wieder in bewachsene Gegenden, was eine willkommene Abwechslung für uns darstellte. Am Rande der Wege gibt es wunderschöne Bäche und “kleine Wasserfälle” und wir hatten trotz wunderschönen Wetter das Glück, noch fast allein unterwegs zu sein.

Kurz vor dem Ziel, der Treviso Hütte, überquert man eine schöne Alm. Dort fing es an zu regnen und der Aufstieg zur Hütte zog sich dann doch noch stärker als erwartet.

Fazit

Es war unser erster Wanderurlaub und es war eine tolle Erfahrung. Wer den Anfang dieses Artikels aufmerksam gelesen hat, weiß, dass wir gerade die nächste Wanderung vorbereiten. Ich habe noch nie zuvor einen Urlaub gemacht, nach dem ich so entspannt war. Also nicht körperlich, da hatte ich ziemlichen Muskelkater, aber man konnte mal den Alltag komplett hinter sich lassen. Hier noch ein paar Bilder, es gibt noch Unmengen davon, aber mehr konnte ich wirklich nicht aussortieren ;)

Rock ‘n’ Roll Hochzeit in Hameln

Vor ein paar Wochen durfte ich die Hochzeit von guten Freunden in Hameln fotografieren. Für mich sind Hochzeiten immer etwas sehr besonderes, weil es an so einem Tag einfach so unglaublich viele Emotionen gibt. Außerdem ist auch der Druck deutlich höher, weil man den Tag so niemals wiederholen kann.

Aber zurück zu dieser Hochzeit: Der Tag stand unter dem Motto “Rock ‘n’ Roll’ und die Gäste wurden gebeten, sich entsprechend zu kleiden. Für mich war es etwas überraschend, wie viele diesem Aufruf gefolgt sind, allerdings wurden alle Outfits von dem Brautpaar übertroffen, die noch dazu einen echt tollen Oldtimer besorgt hatten. Dadurch war die gesamte Gesellschaft ein ziemlicher Blickfang in der Innenstadt.

Der ganze Tag hat unglaublich viel Spaß gemacht und wurde abends mit toller Live-Musik gebührend gefeiert, was aber zu erwartend war, weil einige Bands komplett anwesend waren. Vielen Dank an das Brautpaar für die schöne Feier und die Erlaubnis, die Bilder hier zeigen zu dürfen.