Momentan bin ich dabei, eine Wanderung quer durch das Karwendelgebirge vorzubereiten. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich gar nichts über die letztjährige Wanderung in der Palagruppe der Dolomiten geschrieben habe. Das möchte ich nun hier nachholen. Der Name Palaronda SoftTrek ist nicht auf meinen Mist gewachsen, sondern kommt vom Tourismusbüro des schönen Ortes San Martin di Castrozza. Es gibt auch eine Webseite zu dieser Wandertour. Nun aber zu einem Tourbericht und ein paar Bildern.
Tag 1

Am ersten Tag geht es vom Ort die Skipiste aufwärts bis zur Seilbahnstation, die Wege sind steil aber gut befestigt, so dass es hier keinerlei Probleme geben sollte. Ab der Zwischenstation der Seilbahn geht es in teils sehr engen Schleifen weiter aufwärts. Es muss ein Geröllfeld überquert werden und danach geht es die Steilwand entlang. Der Weg hier ist schmal, so dass mit Gepäck für ein paar Tage schon eine gewisse Trittsicherheit nötig ist. Sicherungen gibt es hier nämlich keine. Diesen Teil des Weges fand ich dank leichter Höhenangst ein wenig anstrengend, aber wenn man oben ist, wird man dafür mit einem grandiosen Blick belohnt.
Hinter sich den Abgrund, hat man außerdem einen schier endlosen Blick über das Altopiano genannte Hochplateu, das Ziel der morgigen Wanderung sein wird. Erfreulicherweise sieht man nun auch die nur wenige hundert Meter Hütte (Rifugio Rosetta).

Tag 2
Die heutige Tour sieht vor, das Altopiano zu überqueren und zur Pradidali Hütte zu gelangen. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, der Sonnenaufgang war einfach atemberaubend. Meine Freundin brauchte etwas länger und hat das beste verpasst

Nach dem Frühstück haben wir erst noch einen Abstecher auf den Gipfel des Cima di Rosetta gemacht, und nachdem wir sie Rucksäcke von der Hütte geholt hatten ging es weiter über das Altopiano. Die Strecke ist einfach, aber sehr schön: Schroffe Felsen, soweit das Auge reicht.
Nach einiger Zeit gabelt sich der Weg, und man kann einen Abstecher zum Cima di Fradustra machen, einem Gletcher am Rande der Hochebene. Da wir aber zuvor getrödelt hatten, haben wir diesen Teil ausgelassen und sind in Richtung Hütte gezogen. Leider haben wir hier den Weg verloren, wodurch wir eine ziemlich unangenehme Rutschpartie über ein steiles Geröllfeld hatten. Unten angekommen wurden wir dann allerdings mit einer wunderschönen Hütte und unglaublich freundlichem Personal belohnt, und nachdem sich der Adrenalinpegel etwas gesenkt hatte, schmeckte das Bier dann noch viel besser. Die Hütte steht direkt an einem Abhang auf dem Fels und der Blick ins Canali-Tal ist wirklich sehenswert.
Tag 3
Nach einem ordentlichen Abstieg gelangt man wieder in bewachsene Gegenden, was eine willkommene Abwechslung für uns darstellte. Am Rande der Wege gibt es wunderschöne Bäche und “kleine Wasserfälle” und wir hatten trotz wunderschönen Wetter das Glück, noch fast allein unterwegs zu sein. 
Kurz vor dem Ziel, der Treviso Hütte, überquert man eine schöne Alm. Dort fing es an zu regnen und der Aufstieg zur Hütte zog sich dann doch noch stärker als erwartet.
Fazit
Es war unser erster Wanderurlaub und es war eine tolle Erfahrung. Wer den Anfang dieses Artikels aufmerksam gelesen hat, weiß, dass wir gerade die nächste Wanderung vorbereiten. Ich habe noch nie zuvor einen Urlaub gemacht, nach dem ich so entspannt war. Also nicht körperlich, da hatte ich ziemlichen Muskelkater, aber man konnte mal den Alltag komplett hinter sich lassen. Hier noch ein paar Bilder, es gibt noch Unmengen davon, aber mehr konnte ich wirklich nicht aussortieren